Google startet das Mai 2026 Core Update und sendet widersprüchliche Signale bezüglich llms.txt-Dateien und LinkedIn filtert oberflächliche KI-generierte Beiträge stärker heraus.
Google startet Mai 2026 Core Update
Google gewährt Webmastern keine Atempause: Kaum ist das letzte Core Update eineinhalb Monate her, rollt die Suchmaschine seit dem 21.05.26 das Mai 2026 Core Update aus. Dies ist bereits die vierte große Aktualisierung in diesem Jahr, nach dem Discover-Update im Februar sowie den weitreichenden Core- und Spam-Updates im März.
Das Ziel der aktuellen Optimierung bleibt unverändert: Google möchte plattformübergreifend hochwertige, relevante Inhalte mit echtem Mehrwert für die Nutzer belohnen. Laut offizieller Ankündigung auf LinkedIn wird der Rollout voraussichtlich bis zu zwei Wochen andauern. Website-Betreiber müssen sich in den kommenden Tagen also erneut auf deutliche Schwankungen bei den Rankings und im organischen Traffic einstellen.
https://www.seo-suedwest.de/10790-google-rollt-das-may-2026-core-update-aus.html
Widersprüchliche Signale: Benötigen wir die llms.txt nun doch?
Google sorgt aktuell für Verwirrung beim Thema KI-Optimierung. Während das Analysetool Google Lighthouse neuerdings prüft, ob eine Website eine sogenannte llms.txt zur Unterstützung von KI-Agenten bereitstellt, wiegeln Google Mitarbeiter gleichzeitig ab.
Laut John Müller ist die Datei, die ähnlich wie eine Sitemap funktioniert, für normale Websites aus SEO-Sicht unbedeutend. Am Beispiel der Google Developer-Seiten erklärte er, dass die dort verlinkten Markdown-Dateien lediglich Entwicklern helfen, den Kontext besser zu verstehen und Token zu sparen. Für ihn sei dies eher eine temporäre Lösung und im SEO-Alltag gebe es wichtigere Prioritäten.
Müller vergleicht die llms.txt mit einem Call-to-Action-Button: Man baue ihn ein, damit er eine Funktion erfüllt nicht aber für das Suchmaschinen-Ranking. Der Vergleich hinkt jedoch, da Conversion-Optimierung und User Experience längst feste SEO-Bestandteile sind. Warum also sollte die Optimierung für KI-Agenten – inklusive Token-Effizienz – irrelevant sein? Solange Lighthouse die Datei abfragt, bleibt Googles Position widersprüchlich und lässt Webmaster mit gemischten Signalen zurück.
Kampf dem KI-Einheitsbrei: LinkedIn filtert künftig „AI Slop“
Austauschbare Erfolgsweisheiten, künstlich aufgeblasene Sätze und endlose Emoji-Listen: LinkedIn sagt generischem KI-Content und nervigem Engagement Bait den Kampf an. Wie Executive Editor Laura Lorenzetti ankündigte, will das Business-Netzwerk mithilfe eines neuen, intern trainierten Modells solche Beiträge künftig deutlich seltener im Feed ausspielen. Das System erkennt typische KI-Muster – wie die beliebte „Es geht nicht um X, sondern um Y“-Formel oder stark zerstückelte Absätze – bereits mit einer Trefferquote von 94 Prozent.
Das bedeutet jedoch kein KI-Verbot. Wer künstliche Intelligenz als Schreibhilfe nutzt, darf das weiterhin tun. Entscheidend für den Algorithmus ist in Zukunft vielmehr, ob ein Post echte Expertise, persönliche Erfahrungen und originelle Gedanken liefert – anstatt nur automatisiert Kommentare abzusondern. Am Ende zählt für die Plattform wieder die menschliche Stimme hinter dem Tool, um echten Mehrwert und sinnvolle Diskussionen zu fördern.
Bild: Mikhail Nilov / pexels.com
