EU-Bußgeld gegen Google: Geraten nun auch AI-Overviews ins Visier?
Wegen Wettbewerbsverstößen verhängte die EU-Kommission eine Strafe von 890 Millionen Euro gegen Google. Neben Reglementierungen im Play Store bemängelt die Behörde die Bevorzugung eigener Dienste in der Trefferliste, was gegen den Digital Markets Act verstößt. Konzerneigene Spezial-Angebote wie Shopping oder Hotels erhielten Spitzenpositionen und visuelle Vorteile gegenüber der Konkurrenz.
Nun stellt sich die Frage, ob künftig auch Googles AI Overviews unter diese Auflagen fallen. Diese KI-Generierungen erscheinen ebenfalls prominent an oberster Stelle. Zwar verlinken sie auf externe Quellen, beantworten Anfragen aber meist direkt und binden Nutzer so im eigenen Ökosystem. Das führt bei vielen Website-Betreibern zu spürbaren Traffic-Einbußen, obwohl deren Inhalte weiterhin als Informationsgrundlage dienen.
Qualitäts-Upgrade im Netz: Wie KI-Suchmaschinen Verlage zum Umdenken bewegen
Der Rückgang von Website-Zugriffen über klassische Suchmaschinen setzt Verlage unter Druck und zwingt sie zu Kurskorrekturen. Zwar betonte Google jüngst, dass KI-Features weiterhin Milliarden Klicks generieren, dennoch verzeichnen viele Publisher Einbußen.
Dieser Trend könnte sich jedoch positiv auf die Online-Landschaft auswirken. Statt Quantität setzen erste Verlage zunehmend auf Mehrwert und Tiefgang. Einem Medienbericht zufolge reduzieren sie gezielt die Masse ihrer Veröffentlichungen und investieren stattdessen intensiver in die inhaltliche Güte. Was als Reaktion auf sinkende Reichweiten begann, erweist sich somit als Vorteil für das Publikum: Leser erhalten wieder besser recherchierte und hochwertigere Beiträge im Netz.
Flexible Soundauswahl und neue Spam-Bezeichnung auf Instagram
Instagram rollt ein lange gefordertes Feature aus: Nutzer können die Hintergrundmusik in bereits veröffentlichten Beiträgen und Karussells nachträglich austauschen oder erstmals hinzufügen. Der große Vorteil liegt darin, dass Interaktionen wie Likes, Kommentare und Shares vollständig erhalten bleiben. Ein Löschen und Neuhochladen bei abgelaufenen Musiklizenzen oder wechselnden Trends ist damit überflüssig. Eine zusätzliche Reichweite verspricht die Plattform durch den Songwechsel allerdings nicht.
Parallel testet Instagram eine kleine, aber sinnvolle Anpassung im Posteingang. Die bisherigen „Verborgenen Anfragen“ sollen künftig übersichtlicher unter dem Begriff „Spam“ gebündelt werden. Zudem wird es einfacher, unerwünschte Direktnachrichten dauerhaft zu blockieren, damit diese nicht erneut im Postfach auftauchen.
Bild: Lauren Mancke / Unsplash
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