Google Shopping verliert Sichtbarkeit – gewinnt aber als KI-Quelle an Bedeutung
Google Shopping verliert in der europäischen Suche offenbar deutlich an Präsenz. Produkt-Karussells, Shopping-Raster und teils sogar der Shopping-Tab tauchen in den SERP seltener auf. Stattdessen zeigt Google häufiger Shops, Preisvergleichsportale und andere Aggregatoren. Hintergrund könnten Anpassungen an den Digital Markets Act der EU sein.
Parallel dazu gewinnt Google Shopping jedoch an anderer Stelle an Bedeutung: Denn mit der Einführung von GPT-6 Astra greift ChatGPT laut Berichten verstärkt auf Google Shopping als Quelle zurück – nicht nur bei klassischen Kaufanfragen.
Damit entsteht eine interessante Dynamik: Während Google Shopping als direkter Traffic-Kanal für Händler an Sichtbarkeit verlieren könnte, scheint seine Relevanz als Datenquelle für KI-Antworten zu steigen. Für Händler verschiebt sich damit möglicherweise der Wert strukturierter Produktdaten zunehmend von der klassischen Suche hin zu KI-Systemen.
Google testet Vergütung für Inhalte in der KI-Suche
Google erprobt mit dem „AI Contribution Pilot“ offenbar ein neues Vergütungsmodell für Publisher. Dabei sollen Website-Betreiber Geld erhalten können, wenn ihre Inhalte maßgeblich zur Erstellung von KI-Antworten beitragen – etwa in der Gemini App, in den AI Overviews oder im AI Mode. Entscheidend ist dabei nicht allein, ob eine Quelle verlinkt wird. Vergütet werden sollen Inhalte, die die generierte Antwort tatsächlich prägen. Wer an dem Vergütungsprogramm teilnimmt, erhält in der Google Search Console ein „AI Earnings“-Widget, das monatliche Einnahmen und deren Entwicklung zeigt.
Unklar bleibt, wie Google Beiträge bewertet, wie hoch die Zahlungen ausfallen und welche Publisher oder Länder teilnehmen können. Dieses Pilotprojekt zeigt jedoch, dass Google auf die wachsende Kritik an sinkendem Website-Traffic durch KI-Antworten stärker reagiert.
Instagram: Tagged Posts bringen mehr Content ins Creator-Profil
Instagram erweiterte die Gestaltungsmöglichkeiten für Profile. Ab sofort können Creator Beiträge anderer Accounts, in denen sie markiert wurden, direkt im eigenen Haupt-Grid anzeigen. Das können etwa Gruppenfotos, Event-Posts oder Beiträge aus Kooperationen mit anderen Creatorn und Marken sein.
Die Funktion soll es erleichtern, relevante Beiträge Dritte sichtbar in das eigene Profil einzubinden. Für Creator entsteht dadurch zusätzlicher Content für das Profil, ohne dass sie die Beiträge selbst veröffentlichen müssen. Gleichzeitig kann das Grid dynamischer und aktueller wirken. Auch Verbindungen und Kooperationen mit anderen Accounts lassen sich dadurch stärker hervorheben.
Die gewünschten Beiträge kann man im Tagged Grid auswählen, dem Hauptraster hinzufügen und auch jederzeit wieder entfernen.
https://onlinemarketing.de/social-media-marketing/instagram-tagged-posts-main-grid
Bild: John / Unsplash
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